Wenn Innovation der Tradition huldigt

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Wenn Innovation der Tradition huldigt

Volterra ist eine Kunststadt, einzigartig und unnachahmlich, wo selbst die Landschaft dazu beiträgt, im Wechsel der Jahreszeiten die Atmosphäre von Geheimnis, Einsamkeit und romantischer Tristesse, welche die Stadt umgibt, zu vertiefen. Eine Stadt aus Stein, denn aus Stein sind die Straßen, die Türme und die Paläste. Und aus Stein sind die würdevollen Stadtmauern. Alles ist mit Panchino gefertigt, der gelbgrauen lokalen Gesteinsart, in der häufig Muscheln von seltener Schönheit hervorscheinen. Volterra, auch Land des Alabasters, ist Kandidatin für die Aufnahme in die Liste des Weltkulturerbes.

Direkt am Fuß der etruskischen Stadtmauern liegt die elegante Wohnanlage mit tragender Holzkonstruktion und Xlam-Platten-Technologie. Angesichts der in der Gemeinde geltenden Vorschriften zum Landschaftsschutz hat der Planer sich an den charakteristischen toskanischen Baustil der Umgebung gehalten.

Die zwei seitlichen Gebäudeblöcke aus Holz sind vollständig mit Geopietra Mauer verkleidet. Nach dem Muster der lokalen Steine wurde in unserem technischen Labor die korrekte Mischung von Formen und Farbtönen für das Mauerwerk zusammengestellt. Gleichzeitig wurden die Art der Verlegung sowie Farbe und Verarbeitung des Deckmörtels GeoBi ausgewählt.

Der mittlere Teil des Holzhauses ist mit Siloxansalzen verputzt. Die Hauptfassade schmücken zwei Säulengänge, deren Gebälk aus Balken und Sparren mit eingebetteten Dachziegeln gebildet ist, während ihre Stahlpfeiler mit Ziegelsteinen verkleidet sind. Das Studio Cicalini hat sich in den steinverblendeten Bereichen für hinterlüftete Wände entschieden, was einen optimalen Sommerkomfort in den Räumen gewährleistet.  Die Stratigraphie dieser Wände setzt sich von innen nach außen folgendermaßen zusammen: technische Zwischenwand für den Durchgang der Versorgungsleitungen, tragende Struktur mit Xlam-Platten, Verkleidung mit externer Wärmeisolierung aus 14 cm dicker Steinwolle, atmungsaktive wasserdichte Plane, Belüftungskammer und zum Schluss Faserzementplatte, auf der die Geopietra Verkleidung angebracht ist.

Da diese Struktur aus verschiedenen Materialien mit verschiedenen natürlichen Ausdehnungen besteht, wurde auf dem Faserzementträger eine doppelte Spachtelung mit Geocoll Kleber auf der Grundlage von hydraulischem Naturkalk mit Einbettung eines breitmaschigen Georete Glasfasernetzes vorgesehen. Dieses Verfahren trägt dazu bei, den Untergrund zu uniformieren und eventuelle Bruchstellen, die in der Planungsphase schwer zu erkennen sind, abzuschwächen.

Diese Konstruktion ist ein gutes Beispiel für den Einsatz von neuen Bautechnologien im Einklang mit den Traditionen, bei der ausgehend von den Bedürfnissen in Bezug auf Energieeinsparung und wohnliches Wohlbefinden ein unter den Aspekten Qualität, Ästhetik und Emotionen ein absolut hochwertiges Bauobjekt geschaffen wurde.  

 

Projekt Geom. Francesco Cicalini

In diesem Artikel: murogeopietra mod. P03 BOTTICINO